Objektiv fühlen, subjektiv spielen

Alexander Kluges Film „Die Macht der Gefühle“ nutzt ein hypothetisches Interview um der Ambivalenz wiederholter Rituale auf den Zahn zu fühlen, der auch Interpreten in der Aufführungspraxis und Regierungen zwangsläufig ausgeliefert sind. Kurz zuvor haben wir den Schluss des ersten Akts der Verdi-Oper „Rigoletto“ von der Seitenbühne aus beobachten können, als gehörten wir zum Personal der Opernvorstellung. Es rumpelt und weiterlesen…

Altersarmut und Arbeitslosigkeit: Cui bono?

  Im UK und in den USA ist es schon lange soweit. In der BRD soll es nach dem Willen von Versicherern und Banken und deren Lobbyisten, die daran hervorragend verdienen, genauso werden. Die staatliche Rente ist zur Basisrente geschrumpft worden und reicht nicht mehr zum Leben. Davon profitieren ausschließlich private Versicherungen und Banken. Private Rentenversicherer werden von „Heuschrecken“ übernommen, weiterlesen…

Festungshaft für Sitzredakteure

Das kann leider nur Putin, denke ich. Wenn ich es könnte, würde ich alle Nachrichtenredakteurinnen und Redakteure, die heute das Wort ‚Lagerhaft‘ in der Meldung über die Berufungsverhandlung für die Pussy-Riots-Frauen benutzt haben, zwei Tage in die Festung von Omsk, gleich bei Imsk, um die Ecke rum von Umsk sperren lassen! Ziemlich viele Redakteure schreiben einfach ab und halten das weiterlesen…

Dringend abonnieren!

Liebe Leserinnen und Leser von AgenturQuerulant! Neben den NachDenkSeiten und Telepolis  ist die marxistische orientierte, linke Tageszeitung junge Welt meine liebste und wichtigste tägliche Lektüre. Auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin, aber das wäre ja auch dämlich; ich halte die junge Welt für eine Institution, für eine nicht verzichtbaren Stimme außerhalb des Einheitskonzerts der sogenannten  Qualitätsmedien. Ich habe weiterlesen…

Auf dem Rücken der Armen und Schwachen

Beim gerade beendeten Gipfel in Brüssel unterzeichneten 25 Staats- und Regierungschefs aus 27 EU-Staaten einen »Fiskalpakt«, der nun wirklich alles richten soll. Mit diesem Vertrag wird den anderen Ländern eine von Berlin entwickelte Politik des rabiaten Abbaus des Sozialstaates aufgezwungen, in der die Rettung der Banken und des Euro auf dem Rücken der arbeitenden Bevölkerung, der Armen und Schwachen, der weiterlesen…

Kaffeehaus mit Jazzgeklimper

Kurz vor dem vollendeten Hinüberdämmern in das Land des kleinen Todes besuchte mich gestern Nacht ein alter Bekannter, der mir seit der glücklichen Zeit in meinem bayerischen Exil zum dritte Mal seine Aufwartung in Berlin macht: Der Traum vom Kaffeehaus mit Jazzgeklimper. Dramolett Nr. 2 Szene 1 Scheiben eines Cafés mit einer geschwungenen Aufschrift im Stil der 50ger „Simsalabim“, gardinenverhangen. weiterlesen…

Sind Sie oder wir noch zu retten?

Hirsch, Naturpark Silz, Foto: Taroth, Wikipedia, GNU Lizenz Terror, Terror, Terror: Tröpfchen für Tröpfchen sickert jetzt die ganze Wahrheit durch:  Ein dreifaches Horrido unseren Jagdkammeraden Senator Eberhart Körting und Bundesminster Thomas de Maizière !  Dummy-Alarm auf Deutschland! Trala-lala-la-lala-la-lala-la! Eine Hypothese beschäftigt mich seit Mittwoch: Ist das Sarrazin-Gen wirklich nur ein (in Zahlen: 1) Gen oder eher doch ein Virus, das weiterlesen…

Die Legende vom Unglauben – Folge VIII

Kohlfelder soweit das Auge reicht Im Winter, wenn der Ackerbau ruht, werden die Wanderarbeiter weggeschickt. Nur wenigen dürfen bleiben, die sich um das Vieh kümmern und um den Haushalt der ultrareichen Städter, die wegen der zusammengebrochenen Nahrungsmittelindustrie immer häufiger gestandene Bauern aus ihren Habitaten vertreiben und die Gewächshäuser danach von ausgemergelten Gestalten bewirtschaften lassen, die von ihrem Grund schon vor weiterlesen…

Dramolett

  Erwin und Fruntz oder: Ich mache, was ich will oder ich mache nicht, was ich will. Anfangszustand: Erwin trägt einen mit Farben bekleckerten weißen Overall. Fruntz trägt eine ehemals helle Knöpfjacke und derbe Hosen, die am Knie mit jeweils einem passend zugeschnittenen Stück eines alten Autoreifens verstärkt sind. Erwin steht auf einer Leiter die sich sehr, sehr weit ausziehen weiterlesen…

Die Legende vom Unglauben – Folge VII

Living on earth Die Glocken, die den Doktor beschützten, bestanden im Wesentlichen aus einem Silizium-Aluminium-Titan-Polymer, und es waren Intuition, Phantasie und ein glücklicher Zufall nötig, damit aus seinem Eremitenhaushalt ein überlebenstüchtiges Habitat werden konnte. Die bekannte Zivilisation außerhalb der Städte hatte sich vor Jahrhunderten aufgelöst. Das Land war nicht mehr bestellt worden, weil durch die Auskreuzung patentierter Energiepflanzen genetisch nicht weiterlesen…

Die Legende vom Unglauben – Folge III

Das Paradies unter der Polymerglocke – urgent request Werter Herr, ich schreibe Ihnen heute wieder in der Hoffnung, dass Sie es ermöglichen können, mir das bewusste Ersatzteil für meinen Terraformingreaktor zu beschaffen. Ich weiß, dass nur Sie dazu imstande sein werden, denn Sie interessieren sich ja, wie ich unserer bisherigen Korrespondenz entnehme, von jeher für die altertümliche Technik, mit der weiterlesen…

Die Ovationsbeihilfe – Folge IV

Eine Kriminalkurzgeschichte in vier Folgen Folge IV und Schluss – La forza del destino “Du bist in einem Hotelzimmer, ma chérie, war die Nacht schön?” – “Heiß war sie, sehr heiß und unklimatisiert. Du kannst dir ruhig ein bisschen was ausmalen, ich bin viel zu monogam. Leider nicht wegen dir, sondern weil ich zu so gar nichts mehr komme, Genosse weiterlesen…

Die Ovationsbeihilfe – Folge III

Eine Kriminalkurzgeschichte in vier Folgen Folge III – Risotto Bitter Mandel Am dritten Tag nach dem spektakulären Selbstmord des Wachmannes auf dem Dachboden des Jobcenters, war das Wetter plötzlich umgeschlagen. Bei 24 Grad im Schatten füllten sich die Charlottenburger und die Wilmersdorfer Straßencafés. In den Biergärten wurden die Wolldecken weggeräumt und Vorkehrungen getroffen, statt der Heizpilze die Großbildschirme so zu weiterlesen…

Die Ovationsbeihilfe – Folge II

Die Untersuchung der Projektile von der Jobcenter-Schießerei ergab keine Übereinstimmung mit irgend einer bekannten Waffe aus der Kartei. Die Spurensuche sammelte fleißig, doch nichts davon war irgendwie zuzuordenen. Manchmal macht sich die Sammelwut viel später bezahlt, aber in diesem Fall schien es wirklich aussichtslos. Publikumsverkehr gab es im 12. Stockwerk des Jobcenters im Gegensatz zu den Etagen darunte kaum. Manchmal verirrte sich hierher wohl eine Fahrradkurierin oder ein Journalist, der eingeladen war, eine weitere Erfolgsmeldung zu der Story „Fördern und Fordern“ in Empfang zu nehmen. Der Nonkonformist Berhard Herrka, der freiwillig im Jobcenter übernachtet hatte, um dem mysteriösen Mord an seinem zweifelhaften Bekannten Werner nachzugehen, ist nach kurzer Zeit wieder auf freiem Fuß. Er ärgert sich, dass er letzlich nur durch sein eigenes Zutun überhaupt in die Fänge der Justiz geraten ist. weiterlesen…

Die Ovationsbeihilfe I

Eine Kriminalkurzgeschichte in vier Folgen Folge I – Vier Stricke und ein fassadenkletternder Bulle Bernhard Herrka entsprach keiner gesellschaftlichen Norm. Er war aus dem vorigen Jahrhundert und bemühte sich, in diesem, so gut es ging, zu überleben. An einem ungewöhnlich kalten Junimorgen läutete das alte schwarze Bakelittelefon. Herrka war gerade dabei, die Reste seines Haupthaars zu shampoonieren. In seiner Jugend weiterlesen…

Krisensicher in Steingut investieren:

Enver Hoxha Sammeltasssenköpfe !!! Gold kann man nicht essen! Darum decken sie sich jetzt sofort ein mit krisensicheren Bürotassen aus solidem, garantiert heimischen Steingut (Keine chinesische Importware! Echt made in Europe!) Garantiert biologisch abbaubar! Liebe Mitbürger! Wir alle machen uns im Moment Sorgen um die Zukunft. Auch ich habe mich immer gefragt: Was tun, wenn der Euro nichts mehr wert weiterlesen…

Erwägung zur Dauer des Schmetterlingstraums

„Wir erreichen einen Wendepunkt, an dem der Schaden für den Planeten unumkehrbar ist, wenn wir nicht sofort handeln“. Der Generalsekretär der UNO-Konvention zur biologischen Vielfalt, Ahmed Djoghlaf, bei der Vorstellung des neuen UNO-Umweltberichts, der das von menschlichen Kulturen verursachte dramatische Artensterben anprangert. „Der Ausgang liegt im Eingang; der Eingang – es gibt keinen Eingang, alles ist Ausgang. Hier drinnen ist weiterlesen…

Der Sendermann

Ein Text für die Berliner Band Populäre Mechanik Monochrom und Volksfoto aber nicht x nicht x tausendmal sondern oh oh ohriginale Kunst T T T T (Kaufhausansage) 72, 75 bitte. Wir werden mit Sendern gefoltert BND und CIA sind dabei. Komplett aus der Welt – aus eurer vielleicht! (Chor gesungen) Es ist peinlich, es ist peinlich, peinlich peinlich, ein Verrückter! weiterlesen…