Ekel

Dieser ganze elektronische Plunder –Tand, kaum gekauft, schon nichts mehr wert. Ich verpasse nur den Zeitpunkt,Wo die Kartoffeln gar sind. Wie mich die Entfernung vomRichtigen Leben anekelt.  

Mikrotraktat für Blogger

Von der Zumutung und der Zumutbarkeit des Disputs Die Erkenntnis großer eigener Eitelkeit ist kein hinreichender Grund dafür, anderen von Dingen zu schweigen, die ihnen vielleicht von Nutzen sein könnten – genauso wenig, wie angeborene…

Dramolett

  Erwin und Fruntz oder: Ich mache, was ich will oder ich mache nicht, was ich will. Anfangszustand: Erwin trägt einen mit Farben bekleckerten weißen Overall. Fruntz trägt eine ehemals helle Knöpfjacke und derbe Hosen,…

Der Glaube an die Machbarkeit der Moral aus Kinderbüchern

Der Sozialschmarotzer Frederick ist Mäuserich. Und während das übrige Mäusevolk Tag und Nacht Vorräte für den Winter sammelt, macht er sich rar mit der Ausrede er sammle doch auch, Sonnenstrahlen, Farben und Wörter nämlich. Der…

ἀπορία

all zu nahe summen beben wie gspannte hochseilnerven weise spöttelnd meine mandolinensaiten

Mutti freut sich

Und der Wulff zieht seinen neuen bundespräsidialen Schafspelz über. Na hoffentlich habe ich dieses Bild (aus meinem Privatbesitz) nicht umsonst manipuliert!

GENERALSTREIK!

Ausdrücklich mache ich darauf aufmerksam, dass das nachfolgende Bild für den persönlichen Gebrauch des geneigten Kunstliebhabers bestimmt ist, und nicht etwa ausgedruckt und an öffentlichen Plätzen gut sichtbar angebracht werden darf! gez. Der AgenturQuerulant!

Frühling – Vier Haikus

für Regina I. Im Frühling trag‘ ich das graue Ausgehjacket. Überall sprießt es. II. Stadt wie verwandelt bist du im März, im späten, kältevergessen. III. Auf dem Wochenmarkt jungen Spargel bietet feil ein altes Gesicht….

Graumanns Glück

Mit dem grub er in den zwei Stunden bis es dunkel wurde 25 Quadratmeter Erde um, gab im letzten Abendrot die vier Kartoffel in die Erde und schaute erfreut auf die erste Arbeit, die ihm seit Jahrzehnten wirklich Sinn zu machen schien.

Können sie mit Fischbesteck essen?

Joachim ist mager und vermeint, die ihn anschauen, möchten sich gern schnell wieder umdrehen, als ob sie fürchteten, Joachim neige zur Epilepsie. Joachim verliert die Nerven bei der nächstbesten Gelegenheit. Gerade setzt er sich in…

Die echte Alternative zur Beamtenstippe

Ich weiß noch, wie Mutti sagte: „Aber warum denn essen gehen, das kostet doch nur unnötig Geld.“ Nein, eigentlich sagte sie nicht „warum“, sondern „wozu“, in der Art der Kleinstädterin, deren Mutter noch eine havelländische…

Isnogud und die ISS-Besatzer

Nein, vor Rührung zittern, macht Deine Auftraggeber nur der Machterhalt. Dein Tod, Soldat, ist wohl kalkuliert, und jede Träne noch, die darüber im TV vergossen werden darf.

Traum-Splitter 3

1. Ich kaufe eine geräucherte Makrele beim Ragacki. Die Verkäuferin wickelt sie in ein Stück Zeitungspapier und flüstert: „Hier, stecken sie ein und verschwinden sie, schnell raus.“ Ich frage: „Haben sie nicht mehr dieses schöne…

Traum-Splitter 2

1. Explosionskatapult in den tiefblauen  Himmel aus dem alten Leben. Grün schillernde Fliegen. Sumpf, Feier für Reiche und falsche Leute, Entscheidung –  Schwimmen in Klamotten, dann Waten wie der Reiher.  Köpfchen senken. Endlich an Land….

Traum-Splitter 1

„In dem Kinderwagen der Firma Naether/Zeitz aus den 20gern sind vermutlch sieben Söhne von drei Müttern spazieren gefahren worden.“  Ei, wie putzig, ach wie niedlich, mach schön dein Bäuerchen. Sie grinsten breit, wurden gefüttert,verhätschelt, gewickelt…

Graumanns Gespür für Feuer

Belgrad liegt auf der anderen Straßenseite „Hergottle“, rutschte es dem in Böblingen aufgewachsenen stattlichen Mann heraus. Er maß einsdreiundachtzig, war sportlich und schlank. Doch das konnte man nicht genau entscheiden, wenn man ihn so sah,…

Chemo 2000

Wäre es also möglich auf dem Umweg über die Naturwissenschaften, genauer, über deren letztliche Erkenntnis, dass sie nur noch zu philosophieren haben, wo sie zur Erkenntnis gelangten, wäre es also durch sie möglich, zu jener…

Graumanns kleine Rempelei

Händel, Concerti Grossi, op.3 Nr. 1, 2. Satz, Largo So ein milder November ließ nichts Gutes ahnen. Draußen wurden die Tische vor den Cafes wieder aufgestellt, ein Segen für die Raucher. Die blaublühende Hortensie auf…